SUPERSIX-TURNIER IN KUNGSBACKA, S
THOMAS GROSS QUALIFIZIERT SICH FÜR DAS WORLD RANKING MASTERS

Es wurde zwar nicht das erhoffte erfolgreiche Turnier, von dem das österreichische Quartett, das sich auf den Weg in den hohen Norden machte, geträumt hatte, aber zumindest das Wunschziel eines der Teilnehmer wurde erreicht: Thomas Gross hat als erster Österreicher einen Platz unter den Top 8 Spielern nach den 11 Turnieren der European Bowling Tour erreicht! Mit 53 Punkten belegte er den 6. Rang in einem äußerst dichten Feld von Topspielern, das wie schon im Vorjahr vom Belgier Gery Verbruggen (der auch das World Ranking Masters gewinnen konnte) mit 111 Punkten angeführt wird. Gemeinsam mit dem Belgier sprengt Gross die Phalanx der Skandinavier, sind doch unter den ersten 11 Spielern nur 2 Spieler aus nichtnordischen Staaten. Bei den Damen war die Überlegenheit von Bettina Lund, Dänemark, noch erdrückender als jene von Verbruggen: 179 Punkte und damit 114 Punkte Vorsprung auf die Zweite, die in Wien lebende und für Deutschland startende Tanya Petty (65 Punkte). Bei den Damen ist die Mischung zwischen skandinavischen und nichtskandinavischen Spielerinnen deutlich besser, 5 von 11. Glückwunsch an Thomas Gross und Tanya Petty zum erreichten (ersten) Ziel. Das World Ranking Masters wird – nach neuesten Informationen – Ende Juli 2003 im Kegel Training Center in Florida gespielt werden. Anmerkung der Redaktion: schön wäre es gewesen, wenn man den ursprünglichen Zeitpunkt Ende April/Anfang Mai beibehalten hätte, schließlich ist eine langfristige Planung nicht möglich, wenn internationale Bewerbe immer wieder verlegt werden.

Zurück zum Turnier: kurz und bündig – „durchwachsen“. Nach einem Probeanlauf gelang es den auch nicht mit dem optimalen Material angereisten Thomas Gross und Nikolai Schröder nicht, im Re-entry den Cut der besten 42 zu schaffen. Mit 1280 und 1259 verabschiedeten sie sich aus dem Turnier, 1317 wäre der Cut gewesen. Auch der Desperado Squad (1 Spiel, die besten 6 qualifizieren sich zu den anderen 42) war mit Spielen zwischen 242 und 258 extrem hoch! Walter Gonaus und Ivonne Altmüller traten nach ihren zwei missglückten Starts zu keinem weiteren mehr an. Tim Mack, USA, hatte mit 1516 (252,6 Schnitt) als Erster eine gepflegte Serie, konnte jedoch im weiteren Verlauf nicht mehr an der Spitze eingreifen. Tore Torgersen, der Norweger, hatte vor dem Stepfinale der besten 4 mit 3204 Pins/14 Spielen (228 Schnitt) einen recht knappen Vorsprung von 10 Pins auf den Finnen Lasse Lintilä und 11 auf den Schweden Peter Ahlen. Vierter im Bunde war der Engländer Steve Thornton. Thornton konnte sich nicht mehr verbessern, mit 233:184 verabschiedete ihn Ahlen ziemlich unsanft aus dem Bewerb. Lintilä ging es da bei ihm etwas subtiler an: 211:205 – das tut mehr weh, aber jeder Pin zählt. Und weil Lintilä Freude am soeben Gezeigten fand, wiederholte er es: 216:211 gegen den Führenden Torgersen, somit Sieg beim Supersix 2002 von Kungsbacka. Damit konnte er seine Erfolgsserie – in jedem Jahr der seit vier Jahren bestehenden Supersix-Tour ein Sieg – fortsetzen.