Staatsmeisterschaft Einzel 2010
Ivonne und Thomas Gross gewinnen und fahren / fliegen nach Ankara
Rekord von Ivonne Gross: 1490 in 6 Spielen
Haarscharfe Entscheidung bei den Herren: Thomas Gross 16 Punkte vor Walter Gonaus - Dritter Leo Grundschober

Zum Nachschauen: Strikes von Thomas Gross und Walter Gonaus

Die 32 Damen absolvierten ihr Semifinale im Bowlingcenter Floridsdorf. Nach 12 Spielen insgesamt erfolgte der Cut auf die Top 10, die das Round Robin um den oesterreichischen Titel in Angriff nehmen durften. Je nach Einteilung spielten sie den ersten oder zweiten Durchgang im ersten bzw. dritten Stock der Halle. Herausragendes Resultat war der neue oesterreichische Rekord durch Ivonne Gross, Unistahl, den sie im zweiten SF-Durchgang im dritten Stock spielte: 1490! 224 - 256 - 216 - 268 - 290 - 236 die Serie, mit der sie ihren eigenen Rekord vom Oktober 2006 gleich um 40 Pins uebertraf. Eine Bestleistung, die wohl wieder einige Jahre halten wird, 248 Schnitt spielt man nicht jeden Tag ... Zusammen mit ihren 1328 aus dem ersten Durchgang ergab das 2818 Pins, 50 % davon mitgenommen in das Round Robin waren 1409. Auch auf den Plaetzen 2 und 3 Unistahl-Damen: Christine Gablek mit 2495 und Petra Grundschober mit 2486 Pins. In Summe schafften alle fuenf Unistahl-Damen, die angetreten waren, den Cut fuer das Finale, erfreulich dazu junge Spielerinnen aus den Bundeslaendern, Jessica Eder, Fireball Tirol, und Sandra Korherr, St. Poelten Strike Power.

Im Finale ein aehnliches Bild: Ivonne Gross baute gleich zu Beginn mit 259 im ersten Spiel ihren Vorsprung, den sie aus dem Semifinale mitgenommen hatte, weiter aus. Mit 1915 gespielten Pins und 210 Siegpunkten gewann sie den dritten Titel in Folge. Die beste Serie des Tages gelang Petra Grundschober, die mit 1995 Pins (= 222 Schnitt) die Tageshoechstleistung spielte.


Die drei Unistahl-Damen on top (v. li): Petra Grundschober, Ivonne Gross, Gabi Loos

Mit ihren 6 gewonnenen Spielen, die jeweils 30 Siegpunkte brachten, sicherte sie sich die Silbermedaille. Ein Energieschub im letzten Spiel mit 255 verhalf Gabi Loos zum Sprung aufs Podest; sie verdraengte damit die bis dahin lange an dritter Stelle gelegene Christine Gablek auf den vierten Rang.

Damen Finale:

Damen Semifinale:

Die Herren hatten wieder einmal eine Sonderschicht: Die 60 Semifinalisten absolvierten ihre ersten 12 Spiele am Samstagnachmittag. Der Cut auf die besten 32 versprach 20 von diesen weitere 4 Spiele, denn die besten 12 durften anschließend ins Finale, um in 11 Spielen den Sieger zu ermitteln. 205 Schnitt waren im ersten Schritt notwendig, weiterzukommen. Highlight des Samstags waren die 1517, die Walter Gonaus im zweiten SF-Durchgang spielte. Immerhin 253 Schnitt! Er konnte sich damit nach eher maessigen 1234 zu Beginn - no na - weit nach vorne schieben. 1444 von Thomas Gross und 1421 von Leo Grundschober zeigten da schon, ueber wen der Weg zum Sieg fuehren wuerde. Die vier "Warmup"-Spiele am Sonntagmorgen brachten dann mehrere Serien ueber 900, wobei Alex Rauscher mit 962 Bester war. Der Cut lag nach 16 Spielen bei 3477 Pins (= 217 Schnitt), Michael Mayer, Schmidt Salzburg, war der zwoelfte Mann. 6 x Unistahl, 2 x Stadlau, und je 1 x Etoile, Phoenix, Strike und Schmidt waren die Vereine, die im Round Robin vertreten waren.


Die Topherren 2010 (v. li): Walter Gonaus, Thomas Gross, Leo Grundschober

Die Spannung, die sich nach den 16 Spielen SF abgezeichnet hatte - schliesslich lagen die Top 5-Spieler nur um 100 Pins getrennt - hielt bis zum letzten Frame des 11. und letzten Spiels. Denn Thomas Gross, Walter Gonaus und Leo Grundschober lieferten sich ein spannendes Duell, das am Ende um 16 Punkte zugunsten von Thomas Gross entschieden wurde. 46 Punkte trennten die Gross und Gonaus vor dem letzten Spiel, sieht nach viel aus, kann aber rasch sehr wenig werden, wenn man die 30 Siegpunkte im Auge behaelt. Denn Gross matchte sich mit Grundschober, der sich nach einem Zwilling und einem Split in der Mitte des Spiels ausstrikte und 231 erreichte, waehrend Gross auf 217 kam. Die 30 Siegpunkte gingen also an Grundschober, der aber aufgrund der guten Ergebnisse der vor ihm liegenden Spieler niemanden mehr ueberholen konnte. Gonaus hatte Pittesser zum Gegner, der mit zwei offenen Frames bis Mitte des Spiels schon ins Hintertreffen geraten war. Gonaus somit auf der Siegerstrasse in diesem Spiel, 30 Punkte auf dem Konto auf Gross aufgeholt, doch die letzten 16 Pins wollten nicht mehr gelingen: Auch Gonaus spielte 217 und gewann damit Silber. Und Gross: Es war der neunte Einzeltitel seit 2000! 2591 gespielte Pins (= 236 Schnitt) und 240 Siegpunkte aus 8 gewonnenen Spielen ergaben 4681 Punkte inkl. dem SF. Zweitbester Spieler im Finale war Walter Gonaus mit 2581 Pins, gefolgt von Leo Grundschober mit 2536. Rene Landl landete auf Rang 4, er hatte im Finale mit 2395 Pins das fuenftbeste gespielte Ergebnis, 8 Pins hinter Michael Mayer, der damit die Salzburger Fahne wieder einmal hochhielt. Im Gesamtranking war es allerdings umgekehrt, denn Landl hatte aufgrund der deutlich staerkeren SF-Leistung die Nase um 48 Punkte vorne.

Herren Finale:

Herren Semifinale:

"Lohn der Angst": Die beiden neuen / alten Staatsmeister fliegen zum heurigen ECC in Ankara, vom 25. bis 31. Oktober.


Was waere, wenn Walter G. ganz oben am Stockerl stuende???