JUGENDEUROPAMEISTERSCHAFT 2002 IN ROM
GOLD FÜR ÖSTERREICHS BURSCHEN IM TEAMBEWERB

Es war viel im Vorfeld schon diskutiert worden über diesen Bewerb und die Chancen der österreichischen TeilnehmerInnen, vor allem der Burschen. Auch während des Bewerbs entstanden Probleme, die sicherlich in den nächsten Wochen noch genügend Diskussionsstoff liefern werden. Am Ende gab es dann strahlende Gesichter bei den Burschen, die sich den Traum jedes Bowlingspielers erfüllen konnten: Gold im Teambewerb, und das nach einem Start, der nach viel, aber sicherlich nicht nach einer Medaille ausgesehen hatte. Platz 16 gab es für das beste Burschendoppel mit Michael Loos und Robert May, gut 200 Pins hinter den Medaillenrängen.Im Trio war es Platz 13 für Dominic Litzka, Michael Loos und Robert May, wieder rund 200 Pins zu wenig für Bronze. Und dann das: Führung mit 1 Pin Vorsprung nach dem ersten Spieltag der Teams, vor den Finnen. Und die Österreicher schreckten sich nicht wie das Kaninchen vor der Schlange, sondern spielten im Gegenteil so groß auf, dass den anderen der Mund vor Überraschung offen stehen blieb.

Mit mehr als 2100 in den ersten beiden Spielen des zweiten Tages konnte ein Polster von fast 200 Pins herausgespielt werden, der am Ende auch reichte: 5964 Pins (198,8 Schnitt) in den 6 Spielen und 39 Pins Vorsprung auf Finnland, an dritter Stelle die Niederlande  mit 5814 Pins. Österreich Europameister – wer hätte das gedacht? Herzlichen Glückwunsch an die Spieler: in der Reihenfolge der Aufstellung Michael Loos, Dominic Litzka, Christoph Oralek, Alexander Rauscher, Robert May und Leopold Grundschober (Reserve) und an alle, die in den letzten Jahren zum Aufbau dieser Mannschaft beigetragen haben, namentlich seien hier Thomas Tybl, Wolfgang Lohschmid und Fritz Schröder erwähnt. Und wie sah es sonst aus? Die englischen Mädchen dominierten, wenn sie auch nicht alles gewannen (das Doppel holten sich die Deutschen), und ließen auch im abschließenden Einzel nicht nach. Nach einem Dreifachsieg in der All-events-Wertung spielten sie nach den 6 Round Robin den Titel untereinander aus. Und Holly Towersey hatte wieder das beste Ende für sich. Mit einem 403:357 in 2 Spielen gegen Jemma Smith sicherte sie sich Gold, Bronze ging an Laura Ivory (199:238 gg Smith). Einzig die Dänin Ginge Anja Smith konnte ein wenig Paroli bieten, indem sie den vierten Platz belegte, denn auch Platz 5 und 6 gingen an England. Beste Östereicherin wurde Cornelia Schröder mit 3216 Pins gesamt in 18 Spielen und einem Schnitt von 178,67, was Platz 42 bedeutete.

Bei den Burschen hatte der Russe Alexandre Silnitschenko schon in der All-events-Wertung mit einem vierten Platz von sich reden gemacht, und im Einzel setzte er auch schon zum Sprung an die Spitze an, hätte ihn nicht der überragende Holländer Peter Smits, der als Achter ins Rennen der letzten 12 gegangen war, gestoppt. Silnitschenko besiegte als Zweitplatzierter vor dem Step den Dänen Sie mit 221:160, musste dann aber gegen Smits mit Silber vorlieb nehmen, denn mit 234 und 299 (!) bot der Niederländer eine kaum zu überbietende Leistung. 533:405 lautete der Endstand. Bester Österreicher wurde Robert May auf Platz 18, der nach dem schwachen Start im Doppel noch mächtig „angegast“ hatte, das letzte Spiel im Teambewerb warf ihn dann noch aus dem Rennen um einen Platz unter den Top 12. 3567 Pins waren seine Ausbeute aus den 18 Spielen. Das Doppel ging an England, das Trio und die All-events-Wertung an Schweden.

Die Ergebnisse können im Detail unter www.etbf.dk/download-champship/2002/EYC2002.pdf angesehen und heruntergeladen werden. Und wem das noch nicht genügt: unter http://www.etbf.dk/records/girls.htm sind die Mädchenrekorde, unter http://www.etbf.dk/records/boys.htm die Burschenrekorde nachzulesen. Sehr informativ, wurden doch bei den Mädchen fast alle Rekorde verbessert.

Kommentare und Analysen findet Ihr auf www.bscphoenixwien.at

Alle Bilder Copyright Gerard van Dam