Herren-WM 2014 3. – 15.12.2014 Abu Dhabi

Gut bekannt für die Älteren unter uns – vor 15 Jahren war erstmals im Khalifa International Bowling Center, Zayed Sports City, eine Weltmeisterschaft der Damen und Herren, aber die Zeiten haben sich geändert … die Damen dürfen erst nächstes Jahr nach Abu Dhabi!

Kurz gefasst: Die Ergebnisse sagen alles – für die Europäer war nicht viel zu gewinnen, außer Erkenntnis. Österreich war diesmal nicht am Start, und: So ehrlich darf und muss man sein – Wir hätten das europäische Gesamtergebnis nur aufpolieren können!

Im Einzel holte der Kanadier Dan MacLelland mit 256:212 im Finale gegen den Emiraner Shaker al Hassan den Titel – und einzigartig bei dieser WM: kein Koreaner unter den Top 4! Eben ein Kollektiv … Auf Rang 3 der Australier Sam Cooley, der gegen al Hassan 212:255 verlor und Tommy Jones, USA, der mit 236:269 gegen MacLelland Gold verlor.

Im Doppel retteten Kimmo Lehtonen / Joonas Jehkinen, SF, die europäische Ehre, sie gewannen Bronze, verloren im SF gegen die Koreaner Choi / Park 466:490. Ein rein koreanisches Finale verhinderten die Japaner Yoshida / Asato, die die Koreaner Shin / Kang 447:379 bezwangen. Im Finale war dann aber auch für sie Endstation, Silber mit 396:410 gegen Choi / Park.

Den einzigen vollen Erfolg für europäische Mannschaften gab es im Trio-Bewerb – und hier gab es schon ein Menetekel für die US-Boys: Sie unterlagen im Finale den dänischen Topspielern Ohrgard / Hansen / Larsen mit 638:647 denkbar knapp. Zuvor hatten Mike Fagan / Sean Rash / Marshall Kent die Australier Porto / Cooley / Belmonte mit 735:647 aus dem Bewerb gefegt (die Geschichte wiederholt sich). Die Dänen schwitzten sich derweilen mit 668:662 gegen die Koreaner Park / Hong / Kim ins Finale, waren also offensichtlich warmgespielt …

Der Teambewerb hatte es wieder in sich: ein europäisches Team – Schweden, und die ließen im Semifinale gegen die USA nichts anbrennen und sicherten sich eiskalt Bronze, denn die US-Boys konnten sich mit 1236:985 entspannt für das Finale einschießen … Gegner: richtig – Korea, das gegen eine im SF schwache australische Mannschaft mit 1082:924 gewann. Aber vielleicht war es für die Koreaner gerade richtig und sie hatten ihr Pulver nicht verschossen, denn im Finale fiel die Entscheidung (copy / paste) wie so oft im 10. Frame, Tommy Jones blieb im 11. Frame der böse 10er stehen (Fehler und Ursachen kann man ja immer und überall suchen), und schon hieß es 1097:1088 für Korea!

Die All-Events-Wertung gewann – richtig: Bokeum Choi, Korea, mit 233,5 Schnitt, vor Mike Fagan, USA, 229,6 Schnitt, und Dan MacLelland, CAN, 228,8 Schnitt. Martin Larsen, SWE, war mit 228,0 Schnitt als Vierter bester Europäer.

Faszinierend die Startliste im Masters der Top 24: 5 Schweden (!), die außer Bronze im Teambewerb nichts gerissen hatten, 4 Koreaner, 3 Amerikaner, … Zuerst wurden noch einmal 6 Spiele gespielt, die zum bisherigen Ergebnis dazu gerechnet wurden (angesichts eines Rückstands von 366 vom 24. auf den Ersten nicht wirklich sinnvoll, auf den Achten für den Cut zum Round Robin auch noch immer 173). Die Top 8 spielten dann ein Round Robin mit 20 Siegpunkten, die Top 4 dann ein KO-Finale auf ein Spiel. Egal, die Europäer hätten wohl 24 von 24 Finalisten haben können, denn am Ende holte Gold: richtig, ein Koreaner, was angesichts von 3 Spielern im Semifinale fast schon leicht war (allerdings muss erst einmal dort hinkommen …). Mike Fagan, USA, war der Held, der im SF den Koreaner Choi 212:197 aus dem Bewerb warf, dann aber mit 198:213 an Heewon Kang scheiterte.

Alle Ergebnisse gibt es auf www.worldbowling.org bzw. www.bowlingdigital.com (Herbert B.)