Da glaubt man, mit „copy-paste“ durch die Herren-EM zu kommen, und einen Tag später zerstören die Finnen dieses Wunsch- / Traumdenken: Joonas Jähi / Osku Palermaa zerstörten im 3. Squad die Marke von 2802, die Jimmy Mortensen / Jesper Agerbo am Vortag gesetzt hatten, gleich um 117 Pins = knapp 10 Schnittpins! Jähi spielte mit 1525 sogar 7 Pins mehr als Agerbo, Palermaa steuerte 1418 bei. Ebenfalls ins KO-Finale spielten sich in diesem Squad Pascal Winternheimer / Tobias Börding, GER (Letzterer bekannt vom Salzburger Festspielturnier vor 10 Tagen) mit 2802. Sie landeten in der Quali hinter den Dänen auf dem dritten Platz, 12 Pins dahinter ihre Teamkollegen Oliver Morig / Marco Baade.
Gleichfalls im dritten Squad spielten Alex Rauscher / Thomas Gross. Während Alex ein Wechselbad der Gefühle durchspielte und mit Spielen zwischen 159 und 257 auf gesamt 1210 kam, zeigte Gross wieder eine starke Serie. Nach 256 und 267 kamen 183 – 210 – 229 – 222, gesamt 1367. Mit 2577 landeten die beiden auf dem 29. Gesamtrang. Unser letztes Doppel Michael Loos / Leo Grundschober startete in den ersten drei Spielen mit 426 – 445 – 413 gut in den Bewerb, doch die Spiele 4 und 5 brachten mit jeweils 339 das KO. Da konnten auch 468 im letzten Spiel nichts mehr retten. Gesamt 2430 und Rang 59. Patrick Stiel / Daniel Hahn, die schon in Squad 2 2529 erzielt hatten, beendeten das Doppel auf Platz 39.
Die Semifinali brachten dann 2x Bronze für Deutschland: Morig / Baade verloren klar mit 385:463 gegen Jähi / Palermaa, enger ging es zu im Spiel zwischen Winternheimer / Börding gegen Mortensen / Agerbo: 423:448.
Das Finale stellte dann endgültig die Quali-Reihenfolge wieder her: die beiden Finnen Jähi / Palermaa ließen sich Gold nicht nehmen, spielten brüderlich jeweils 216, in Summe somit 432, und das reichte für einen klaren Sieg über Mortensen / Agerbo, die auf 380 kamen.
Gold: Joonas Jähi / Osku Palermaa, SF
Silber: Jimmy Mortensen / Jesper Agerbo, DEN
Bronze: Pascal Winternheimer / Tobias Börding und Oliver Morig / Marco Baade, GER
Erfreulich aus österreichischer Sicht: Thomas Gross liegt nach der Hälfte der Bewerbe mit 224 Schnitt in der All-Events-Wertung auf Platz 21. Angeführt wird die Liste von – no na – Jesper Agerbo mit 250,8 Schnitt (!) vor Joonas Jähi (243,8) und Kert Truss, EST (234,5).
http://www.bowlingdigital.com/2016/08/23/jahi-palermaa-cruise-to-the-doubles-title/
Weiter geht’s heute mit dem ersten Teil der Trios (Spiele 1 – 3). Unsere beiden Trios starten um 12.45 und 16.30. Im ersten Trio Loos / Gross / Grundschober, im zweiten Rauscher / Stiel / Hahn.