Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat 2 – ähnlich (nicht nur) in der Trios-Meisterschaft; eine Mannschaft steht ganz oben, eine ganz unten, und dann gibt’s noch 2 weitere Medaillengewinner und das Mittelfeld (oder wenn es so ausgeschrieben ist, auch einen zweiten Absteiger).
Die Plushalle war Schauplatz der sechsten und letzten Runde der Wr. Meisterschaft Trios Damen und Herren sowie der 1. Klasse Herren.
In der Wiener Liga Herren war es an beiden Enden der Tabelle spannend, gegen den zweiten Abstiegsplatz neben Future BTA kämpften ja gleich mehrere Mannschaften. Black Jack und Stadlau mit der besten Ausgangsposition stahlen sich recht rasch aus der „Verantwortung“ und sicherten sich am Ende die Plätze 4 und 5. Den großen Showdown gab es im siebenten und letzten Spiel im Fernduell zwischen Tyrolia und KSV Wr. Netze / Unistahl – Tyrolia musste gewinnen, um sicher oben zu bleiben, Unistahl 2 musste gegen Future BTA gewinnen, gleichzeitig Tyrolia gegen Black Jack verlieren, damit Unistahl 2 bei Punktegleichstand dank höherer Pinzahl oben bleiben konnte. Mitte des Spiels sah es ganz danach aus, dass Tyrolia trotz einer (am Ende klaren 582:655) Niederlage gegen Black Jack oben bleiben würde, denn Unistahl 2 lag zu diesem Zeitpunkt bis zu 50 Pins zurück. Erst das 10. Frame brachte die Entscheidung – Alex Rauscher konnte vom 7. Frame an ausstriken, Marco Pilecky als Schlussspieler tat es ihm mit 3 Strikes im Schlussframe nach – am Ende ein 594:568 und der Klassenerhalt für Unistahl 2.
An der Spitze gab sich Etoile 2 mit den „Altspatzen“ rund um Günter Weiss keine Blöße. Unistahl 1 hätte noch die Chance auf den Wiener Titel mit 2 Siegen mehr gehabt, da die Pindifferenz zu hoch war. Das letzte Spiel des Bewerbs spielten sie gegeneinander, ein Sieg hätte Punktegleichstand bedeutet, bis dahin hatten beide jeweils 10 von 12 Punkten erspielt. Ein starkes letztes Frame brachte Etoile 2 einen knappen 685:680 Sieg und am Ende des Tages 4 Punkte Vorsprung auf die Zweiten Unistahl 1, die mit 4757 (226,5 Schnitt) das klar höchste Ergebnis des Tages erzielt hatten. Weitere 6 Punkte dahinter auf Bronze die „Jungspatzen“ von Etoile 1 mit Leo Grundschober & Co, die zwar die deutlich höchste Gesamtpinzahl in der Meisterschaft erzielt hatten, aber zu oft zu wenige Punkte mitnehmen konnten.
Die besten Spieler: Alex Rauscher, KSV Wr. Netze / Unistahl 2 (1684), Thomas Gross, KSV Wr. Netze / Unistahl 1 (1658), Leo Grundschober, Etoile 1 (1621), Günter Weiss, Etoile 2 (1616), Michael Loos, KSV Wr. Netze / Unistahl 1 (1589), Martin Leb, Stadlau (1583), Johann Riegler, Black Jack (1572), Patrick Stiel, Etoile 1 (1569), Martin Liftenegger, Tyrolia (1559), Dusan Kometter, Black Jack (1537), Walter Gonaus, KSV Wr. Netze / Unistahl 2 (1530). Gesamtschnitt der Liga: 214,3.
Zum Abschluss erzielte Walter Rieger, KSV Wr. Netze / Unistahl 1 300 – ein würdiges Finale!
In der Wiener Liga Damen waren die Medaillenfelle schon vor der Runde verteilt – KSV Wr. Netze / Unistahl 1 lag mit 62 Punkten und der klar besten Pinzahl uneinholbar an der Spitze und war auch diesmal wieder mit 12 von 14 Punkten und mehr als 200 Schnitt eine Klasse für sich. Etoile war auf Silber abonniert und diesmal mit 10 Punkten erfolgreich. Und Bronze war für KSV Wr. Netze / Unistahl 2 reserviert – und wurde mit 10 Punkten am letzten Spieltag auch prompt abgeholt. Spannend wurde es um den Abstiegsplatz – Stadlau und KSV Wr. Netze / Unistahl 3 lagen mit jeweils 18 Punkten am Tabellenende, mit Pinvorteilen für Stadlau. Im zweiten Spiel konnte Stadlau gewinnen, das wars dann aber für den Tag. Lange Zeit sah es danach aus, als könnte das reichen. Aber Unistahl 3 behielt die Nerven, verlor zwar die ersten 5 Spiele, konnte aber die wichtigen 4 Punkte aus den letzten beiden mitnehmen und damit dem Abstieg entrinnen. Der Ligaschnitt: 187,8.
Die besten Spielerinnen: Jaqueline Witura, KSV Wr. Netze / Unistahl 1 (1574, 268 im 3. und 6. Spiel), Petra Fürbacher, Funk (1522, 289 im 5. Spiel), Ivonne Gross, KSV Wr. Netze / Unistahl 1 (1495, 279 im 2. Spiel), Tamara Adler, Etoile (1492), Monika Schmotz, Casino (1488), Teresa Oberkersch, KSV Wr. Netze / Unistahl 2 (1454).
Nichts mehr anbrennen ließen die beiden führenden Teams der 1. Klasse Herren: Der 1. ÖBC und Strike & Spare holten diesmal 8 bzw. 12 Punkte und liegen mit 58 bzw. 56 Punkte klar an der Tabellenspitze und lösten damit das Ticket für die Wiener Landesliga. Casino, 4 Punkte hinter Strike vor dieser Runde, konnte die Chance auf den 2. Platz, der noch in Griffweite war, nicht nutzen, holte aber mit 46 Punkten Bronze – schade, dass von den Casino-Herren (die ja zumindest zu dritt gespielt hatten!?) nur mehr 2 bei der 20 Minuten nach Spielende erfolgten Siegerehrung anwesend waren … Am Tabellenende erwischte es neben Funk auch noch Pegasus-Kobra mit dem Abstiegsticket. Ligaschnitt: 196,2.
Die besten Spieler: Ernst Berndt, 1. ÖBC (1585, 279 3. Spiel), Hans Had, Strike (1535, 258 2. / 3. Spiel), Roland Horak, Tyrolia (1522), Alfred Schoppik, Tyrolia (1476), Gerald Simane, Phoenix (1435), Alfred Frötschel, KSV Wr. Netze / Unistahl 3 (1433), Willy Majefsky, 1. ÖBC (1430), Günther Schroll, Strike (1429), Christian Provaznik, Strike (1429, 267 7. Spiel), Leopold Endl, Casino (1416).
Die Endtabelle























