ECC 2017 – Die Entscheidung – 2x Gold für Schweden 28.10.2017

 

5956 – 212,7 Schnitt spielte Nicole Sanders, NL, über die 28 Spiele Quali und Final Steps, um als Erste in das KO-Finale auf 2 gewonnene Spiele zu gehen. Knapp 201 Schnitt hatte die Französin Solene Goron, die auf den letzten Drücker mit 247 im allerletzten Spiel den Cut noch schaffte  und Laura Beuthner, GER, um 4 Pins aus dem Bewerb warf. Stärkste Spielerin im Final Step 2 war Sue Abela, MAL, mit 905 / 4, die damit nach vorne rückte ins KO-Finale. An zweiter Stelle Filippa Persson, SWE. Raus fiel die Vorjahressiegerin Cajsa Wegner, SWE, die so wie Beuthner in diesem Durchgang nicht in ihr Spiel fand. Die Semifinalbegegnungen zwischen Sanders und Goron sowie Persson und Abela waren kurz und schmerzlos – jeweils 2:0 mit klaren Ergebnissen für Sanders und Persson. Das Finale ging dann über drei Spiele, denn Persson sicherte sich Spiel 1 mit 200:191 und sah auch im zweiten Spiel fast schon wie die Siegerin aus, doch Sanders hielt bis ins 11. Frame mit den Strikes von Persson mit, die dann am 12. Frame einen schlechten Anwurf hatte (4 – 7 – 6 – 10), während Sanders noch 10 dazu spielen konnte und 210:207 gewann. Das dritte und entscheidende Spiel war dann ziemlich einseitig, denn Persson startete mit 8 in a row und holte mit 255:201 das Spiel und den ECC-Titel 2017.

Eine Klasse für sich war wieder am letzten Spieltag der Schwede Mattias Wetterberg, der sich mit 1029 / 4 die Topposition für das KO-Finale klar sicherte. An zweiter Stelle lag am Ende Gaetan Mouveroux, F, der Antonino Fiorentino, I, der sich am Vormittag nicht so ganz zurecht fand (759), überholen konnte, was aber am Semifinale nichts änderte, da beide gegeneinander spielen mussten. Das Quartett wurde vom Niederländer Xander van Mazijk komplettiert. Im ersten Spiel zwischen Wetterberg und van Mazijk sah es bis zum siebenten Frame nicht gut für den Schweden aus, der sich dann jedoch ausstriken konnte, während nach dem starken Start van Mazijk nicht mehr zulegen konnte. Endstand 246:245. Im zweiten Spiel ließ dann Wetterberg nichts mehr anbrennen – 243:201. Im zweiten Semifinale mühte sich Fiorentino zwei Spiele lang, das erste ging an ihn, das zweite an Mouveroux, der jedoch keine Strikeserien mehr schaffte, Pin Nr. 9 war sein „Liebling“. Im dritten und entscheidenden Spiel war dann Fiorentino auf Touren und holte Spiel und Sieg mit 264:203. Im Finale konnte Wetterberg das erste Spiel 214:199 für sich entscheiden, ehe Fiorentino wieder eines seiner in diesem Bewerb gezeigten großartigen Spiele auspackte: 268:225. Aber im entscheidenden dritten Spiel hatte dann der Schwede den längeren Atem: 246: 196, und somit ging auch der Herrentitel an Schweden.

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