Die Schwedinnen hatten hoch gepokert (die Zulosung in Step 3 ergab sich ja aus der Platzierung, daher waren sie auf alle 4 Viertelfinalspiele aufgeteilt) und gewonnen: Nina Flack und Filippa Persson mussten über 3 Spiele gegen Mai Ginge Jensen bzw. Lisa John gehen, Ida Andersson gewannen gegen Birgit Pöppler und Patricia Luoto in jeweils 2 Spielen.
Somit die erstmalige Situation, dass in einem Masters-Semifinale alle Spielerinnen aus einem Land kamen: Schweden.
Ida Andersson war in ihrem Semifinale gegen Nina Flack gnadenlos: 2:0 mit 233:204 und 254:149. Damit hatte sie nach Sandra Andersson und Jenny Wegner in Runde 1 und 2 schon die dritte Landsfrau eliminiert. Filippa Persson musste nach einem klar verlorenen ersten Spiel gegen Joline Persson-Planefors noch zwei weitere Spiele absolvieren, ehe sie ins Finale einziehen konnte.
Viel knapper hätte es nicht ausgehen können: Ida Andersson setzte sich im ersten Spiel mit 205:203 gegen Filippa Persson durch, die jedoch im 2. Spiel mit 5 in a row zu Beginn aufdrehte und alle schon auf ein drittes Spiel warten ließ. Doch Andersson zog nach mit 4 in a row und beendete ihr Spiel mit 227. Persson benötigte noch 8 im Nachwurf, um 228 zu erreichen – doch ein schlechter Anwurf, ein 7er Split, gleichfalls 227. Roll off über einen Anwurf, Andersson 8, Persson 9. Somit doch noch ein drittes Spiel. Hier war es bis zum 6. Frame unentschieden, am Ende hatte aber Persson die besseren Anwürfe und strikte vom 8. bis zum 11. Frame – 228. Andersson konnte am Ende nicht mehr Strikes in Serie erzielen und kam auf 202. European Champion daher Filippa Persson! Kuriosum am Rande: Persson hatte in der Mannschaft Reserve gespielt – mit 1406 (= 234,3 Schnitt) war sie die beste Dame des Feldes!
Ein hochklassiges Finale, das den Erwartungen mehr als gerecht wurde, und ein würdiger Abschluss der Damen-EM, der doch mehr Zuseher verdient hätte! Aber das ist ja nichts Neues bei uns im Staate Österreich.
Alles in allem eine tolle EM, organisatorisch top vorbereitet und durchgeführt. Besonderer Dank gilt hier der Plushalle, dem OK, den ETBF-Turnierverantwortlichen, den Hotels und den vielen HelferInnen, v.a. die das Abschlussbankett tagelang vorbereitet und nachbereitet hatten. Und ein großer Dank auch an unser Shuttleservice 40 100 mit Ilona, Christian, Alex und und und – eine geniale Idee, das so zu lösen! Und ein großer Dank an alle, die jetzt nicht erwähnt wurden!
Nicht zu vergessen unsere Tournament Dogs – Senior Theras und Junior Carl Philipp -, die zu Lieblingen der Spielerinnen wurden.
#ewc16
www.ewc2016.eu





