Während die Formel-I-Weicheier wegen ein bisschen Regen ihr „spannendes“ Rennen unterbrachen und ein Safety Car für 50 % der Rennzeit brauchten, reisten Österreichs SeniorInnen trotz Schneeregens unverdrossen zur ÖM Senioren Doppel in Wr. Neustadt (Herren A und C) sowie Wien (Damen und Herren B) an.
Vor allem in Wr. Neustadt taten sich die Spieler mit der Ölung schwer, die Ergebnisse v.a. im Semifinale sprechen eine deutliche Sprache – wenn man sich dazu im Vergleich die Resultate vom Seniorenstädtevergleich vor einer Woche in München ansieht … Womit man wieder bei der Diskussion ist, welche Ölung sinnvoll ist (In olio veritas) und was eine Schnittliste zählt.
Bei den Damen wurde in einer 6er Gruppe ein Round Robin mit anschließender Positionsrunde gespielt.
Nach 5 Spielen lagen in der Gruppe 50+ Wilma Spitzmüller / Christina Fiala, Tyrolia, rund 30 Punkte vor Andrea Biach / Barbara Eder, ABP. Das zweite direkte Duell in der Positionsrunde wurde mit 442:349 eine klare Sache für Spitzmüller / Fiala, die sich mit gesamt 2379 Punkten (davon 160 Siegpunkte) den Titel holten. Biach / Eder wurden 2., Bronze ging an Evelyn Baylosis / Karin Krist, Etoile.
Fast schon „unsportlich“ war die Positionsrunde bei den Damen 60+: Ingeborg Schmid / Luzia Ziegler, Casino, nach 5 Spielen 71 Punkte vor Dagmar Gabriel / Wilma Krejci, Strike & Spare, ließen im zweiten direkten Duell ihre Kontrahentinnen um den Titel näher und näher rücken, um sich abschließend doch noch mit 4 Punkten Vorsprung Gold zu sichern – na, das hätte ja fast ins Auge gehen können!?
Warmup-Probleme hatte offensichtlich Hansjörg Steinbach, Funk, im Finale – nach 175 – 162 – 175 – 193 kam er so richtig in die Gänge, um dann im letzten Spiel mit 265 alles klar zu machen; allerdings nicht ohne seinen Partner Michael Rieger (sonst wäre es ja kein Doppel …). Sie konnten schlussendlich Günther Schrott / Christian Provaznik, Strike, mit 3024:2944 auf Distanz halten. Auf Platz 3 die sicherlich zum engsten Favoritenkreis zählenden Weiss-Brothers, bei denen v.a. Günter mit Spielen zwischen 156 und 258 durch Himmel und Hölle ging.
Wie eine „gmahte Wiesn“ sah es vor dem letzten Spiel der Herren B aus – sie spielten wie die Gruppen A und C jeweils in 8er Gruppen ein Round Robin, ohne Positionsrunde. Alfred Frötschel / Manfred Panzenböck, hatten sich in den Spielen 5 und 6 einen schönen Vorsprung herausgespielt; also fast alles safe. Und im letzten Spiel die beiden direkten Kontrahenten Dusan Kometter / Wolfgang Hauska, Black Jack – 103 Punkte zurück. Denen gelang ein fast perfekter Start, nach 4 Frames war der Rückstand (unter Berücksichtigung von 40 Siegpunkten) aufgeholt, dann schmolz er wieder ein wenig, und die Entscheidung fiel im letzten Frame – Hauska konnte ausstriken, Panzenböck hatte von 9 auf 10 ein Double, doch das war am Ende zu wenig, 15 Punkte machten dann den Unterschied zwischen Gold und Silber. Wie man sieht – auch 100+ Punkte können zu wenig sein, oder wie die Kärnter sagen: „A Liada Bluat is schnö vapritschlt“. Platz 3 ging an Andreas Tesar / Leo Bachinger, Stadlau.
Riegler / Wondratsch – who else? Fragte man sich nach den beiden Qualirunden für die ÖM, in denen sie in 24 Spielen rd. 500 Pins Vorsprung herausgespielt hatten – im Finale in Wr. Neustadt war es dann doch etwas enger: 19 Punkte betrug am Ende ihr Vorsprung (2650 gesamt), nach gespielten Pins wären sie sogar hinter den Zweiten Hermann Kugler / Robert Peter, Pegasus-Kobra, gelandet, die nur 4 von 7 Spielen für sich entschieden hatten (vs 5 von 7). Und nur 5 Punkte dahinter wurden Hans Flaton / Franz Leitner, Phoenix, Dritte – diese hatten gleich 6 von 7 Spielen gewonnen.












