Ruhiges (Bowling-)Wetter an diesem Wochenende, Zeit daher, noch nicht Aufgearbeitetes abzuarbeiten.
Es würde wohl Spieltheoretiker wie den notorischen Yanis Varoufakis benötigen, um zu beurteilen, ob es geschickter ist, wenn zwei Teams des selben Vereins bereits im Semifinale aufeinander treffen oder – falls sie siegen – erst im Finale. Im ersteren Fall gibt es jedenfalls eine 100 % Chance auf einen Finaleinzug für den Verein und dort dann eine 50 % Chance auf den Sieg; im zweiten Fall jeweils eine 50 % Chance auf den Finaleinzug und falls beide Teams weiter kommen eine 100 % Garantie auf den Sieg für den Verein …
So geschehen jedenfalls beim Finaltag des Österreichischen Cups: Die Unistahl-Herren bewiesen diesmal ein glücklicheres Händchen als im letzten Jahr – da traf man gleich in der ersten Runde aufeinander -, aber für eine der Mannschaften war dann Schluss, sprich man musste mit Bronze vorlieb nehmen. Das mit dem Schluss machen traf Unistahl 2, denn die Clubkollegen waren an diesem Vormittag in Strikelaune: 1145 – 1165 – 1107 die einzelnen Spiele, eine nicht zu knackende Serie. Pegasus/Kobra stutzte derweilen den strikenden Adlern aus Tirol die Flügel, mit 1056:949 legte man schon im ersten Spiel den Grundstein zum Erfolg.
SF Herren:
Pegasus/Kobra vs Striking Eagles 2935:2707
Unistahl 2 vs Unistahl 1 2841:3417
Die besten Spieler: Mario Baumgartner, Unistahl 1 (714), Thomas Gross, Unistahl 1 (713, 254 1. Spiel), Rene Bauer, Pegasus (708, 258 2. Spiel), Walter Gonaus, Unistahl 1 (678), Michael Loos, Unistahl 1 (673).
Das Finale zwischen Unistahl 1 und Pegasus/Kobra war dann eine klare Sache für Unistahl 1, Thomas Gross & Co konnten alle drei Spiele deutlich für sich entscheiden; man merkte dann doch, dass einigen Spielern am Nachmittag des zweiten Spieltags die Puste ausging, sprich die Konzentration weg war. Stark wie schon im Semifinale bei Unistahl Thomas Gross, der an 700 kratzte, Mario Baumgartner, der im SF bester Spieler gewesen war, Walter Gonaus sowie bei Pegasus wiederum Rene Bauer als Fels in der Brandung.
Finale Herren:
Unistahl 1 vs Pegasus/Kobra 3046:2703
Die besten Spieler: Thomas Gross, Unistahl 1 (697), Mario Baumgartner, Unistahl 1 (631), Rene Bauer, Pegasus (619), Walter Gonaus, Unistahl 1 (607).
Bei den Damen gab es im SF zwei klare Entscheidungen, die beiden Unistahl-Teams setzten sich gegen ihre Konkurrentinnen von Casino und Funk 2 in allen Spielen durch; Highlight war die 716-Serie von Ivonne Gross, mit 290 im 3. Spiel.
SF Damen:
Casino vs Unistahl 1 1922:2412
Unistahl 2 vs Funk 2 2264:1969
Die besten Spielerinnen: Ivonne Gross, Unistahl 1 (716, 290 im 3. Spiel), Patricia Klug, Unistahl 1 (592), Jaqueline Witura, Unistahl 2 (590), Gaby Rauscher, Unistahl 2 (583), Christine Gablek, Unistahl 2 (581).
Auch bei den Damen gab es einen klaren 1er-Sieg, wenn auch nicht mit ganz weißer Weste – aber im Cup zählt ja ohnehin nur das Gesamtergebnis: Unistahl 1 legte mit 819:732 im ersten Spiel den Grundstein zum Erfolg gegen die Clubkolleginnen, im zweiten Spiel konnte der Vorsprung noch um 46 Pins ausgebaut werden (748:702), und so war das 741:744 im letzten Spiel zu verschmerzen. Die 200er-Marke übertrafen dabei Ivonne Gross mit 617 und Jaqueline Witura mit 604. Damit war die Revanche für die letztjährige Finalniederlage gelungen, damals hatte Unistahl 2 mit 2215:2097 gegen die Clubkolleginnen gewonnen.
Finale Damen:
Unistahl 1 vs Unistahl 2 2308:2178
Die besten Damen: Ivonne Gross, Unistahl 1 (617), Jaqueline Witura, Unistahl 2 (604), Carmen Gutsjahr, Unistahl 1 (570).