Advent, Advent, 1 Lichtlein brennt – tja, im Bowling geht es sogar etwas flotter: Am ersten Adventsonntag wurde nicht nur das erste Lichtlein am Adventkranz entzündet, sondern zwei Könige brachten auch gleich Gold, Silber und Bronze mit, um die besten der Doppel damit zu ehren: Sportdirektor Anton R. Schön und ÖSKB-VP Manfred Panzenböck behängten nach in Summe 7,5 Stunden und 5 Runden KO-Finale (best of three) die Sieger, die Zweitplatzierten sowie die zwei Drittplatzierten. Und da 2 Könige unrund aussehen, komplettierte Schiri Gerhard Schindler das Königstrio – an diesem Tag mehr als würdig, feierte er doch im Kreise seiner lieben BowlingkollegInnen seinen 50er! Auf diesem Weg: Alles Gute!
Aber bis zur Krönung, sprich Siegerehrung, war es ein langer Weg:
Herren: Im Semifinale in der Plushalle legten Thomas Gross / Michael Loos, Unistahl, mit 4189 (= 232,7 Schnitt) in 2 x 9 Spielen eine Glanzleistung hin, 222 Pins vor Roman Fürbacher / Leo Grundschober, Cosmos, mit 3967, 338 Pins vor Benji Kubalek / Alex Rauscher, Unistahl. 26 Doppel kamen weiter, der Cut lag bei 3318. Michael Loos, Unistahl, war mit 2156 (239,6 Schnitt) bester Spieler, vor Thomas Gross (2033), Alex Rauscher (2021) und Martin Markart (2002).
Die Top 6 hatten Pause in Runde 1 am Finaltag in der Plus und trafen dann auf die Sieger der Spiele 7 bis 26. Keine großen Überraschungen im 1/8 Finale, jedoch dann im ¼ Finale im Spiel Thomas Gross / Michael Loos gegen Daniel Müller / Martin Offner. Die beiden Kärntner konnten sich gegen die Vorjahresstaatsmeister in 3 Spielen durchsetzen (395:376, 384:392, 444:405) und hatten damit Bronze sicher! Im Halbfinale trafen sie dann auf Roman Fürbacher / Leo Grundschober, verloren zwar 0:2, allerdings in beiden Spielen knapp. Das zweite Halbfinale war ein unistahlinternes Duell zwischen Walter Gonaus / Walter Rieger und Benji Kubalek / Alex Rauscher – Spiel 1 holten sich Gonaus / Rieger 430:404, die Spiele 2 und 3 gingen dann 492:445 und 464:398 an Kubalek / Rauscher. Interessant: In allen vier SF-Spielen waren die Doppel mit jeweils einem Links- und einem Rechtshänder bestückt! Somit ein Finale, wieder mit Fürbacher / Grundschober (letztes Jahr gab es Silber gegen Gross / Loos), doch diesmal lief es für die beiden Cosmonauten deutlich besser: Sie hatten in beiden Spielen mehr Drive und lieferten mit 525:434 sowie 486:414 zwei Klassespiele ab, wobei Leo Grundschober mit 261 und 270 schon fast perfekt war!
Damen: Hier gab es im Semifinale am Samstag in der Posthalle (neumodisch „Hernals“) zwei Geschwindigkeiten: die Top 3 mit Tamara Adler / Jaqueline Witura (3498 / 8 Spiele = 218,6 Schnitt), Teresa Oberkersch / Jutta Pilecky (3487) und Patricia Klug / Ivonne Gross (3416), alle Unistahl; die weiteren 10 Qualifizierten waren schon 379+ Pins dahinter (Platz 4 für Christine Gablek / Carmen Gutsjahr, gleichfalls Unistahl); der Cut für Platz 13 lag bei 2833. Beste Spielerin war Tamara Adler, Unistahl, mit 1791 (= 223,9 Schnitt), vor Teresa Oberkersch (1746), Jutta Pilecky (1741), Ivonne Gross (1714), Jaqueline Witura (1707) und Patricia Klug (1702).
Aber im KO-Finale kommt es häufig anders als man denkt. Christine Gablek / Carmen Gutsjahr zeigten im 2. Spiel des 1/8 Finale mit 454, dass sie an diesem Tag in the mood waren. Und die Vorjahresstaatsmeisterinnen Brigitte Virag / Brigitte Schleinzer verloren gegen ihre Clubkolleginnen Christa Krobath / Edith Willibald 0:2. Das Viertelfinale war jeweils eine klare Sache: alle vier Begegnungen endeten 2:0 bzw. 0:2, kommt auf die Sichtweise an … Hier waren die 494 von Tamara Adler / Jaqueline Witura im 2. Spiel gegen Krobath / Willibald das Highlight. Im Semifinale waren also 4 Unistahl-Damen-Doppel. 2 Schnapszahlen waren der Schlüssel (?) zum Erfolg von Patricia Klug / Ivonne Gross gegen ihre Clubkolleginnen Teresa Oberkersch / Jutta Pilecky: 444:428 und 444:409. Länger zu kämpfen hatten Gablek / Gutsjahr gegen Adler / Witura: das erste Spiel klar an Gablek / Gutsjahr mit 405:350, das 2. Spiel wieder eine Klasseleistung der beiden jungen Spielerinnen – 479:351 –, im dritten Spiel waren dann Gablek / Gutsjahr v.a. auch dank eines starken Spiels von Gutsjahr mit 384:353 die besseren. Das Finale sah dann nach dem ersten Spiel (446:339 für Klug / Gross) einseitig aus, entwickelte sich dann aber zu einem Krimi mit 430:413 für Gablek / Gutsjahr, die auch im dritten Spiel mit 394:358 die Oberhand behielten. Carmen Gutsjahr hatte hier mit 233 im entscheidenden Moment das goldene Händchen.


















