Staatsmeisterschaft Einzel 15.3.2015 Plus

Damen: Vergesst Mercedes!
Herren: Leopold G. auf großem Fuß …

Wer Sonntagfrüh das erste Formel 1 Rennen der Saison sah, glaubte, es gäbe keinen härteren Duelle als Lewis Hamilton gegen Nico Rosberg. Weit gefehlt: Das Finale der Staatsmeisterschaft Einzel der Damen war ein weitaus härteres Stallduell – Ivonne Gross gegen Tamara Adler, BC Unistahl. Adler legte in den ersten 8 Spielen mit 1620 in der Pleasureland Halle in Wr. Neustadt die einzige 200+ Serie auf die Bahnen (für viele Damen war nomen non est omen – Pleasureland …), gefolgt von Ivonne Gross mit 1523. Mit 858 in den 4 Spielen der Top 16-Damen Sonntag früh in der Plus konnte sie den Vorsprung noch auf 135 ausbauen – „a gmahte Wiesn“ für die verbleibenden 7 Spiele Round Robin plus Positionsrunde, sollte man meinen. Doch Ivonne Gross schraubte sich näher und näher heran (1681 aus 8 Spielen) und lag nach den 7 Spielen Round Robin nur mehr 23 Pins hinter Tamara Adler – das letzte Spiel, die Positionsrunde, musste entscheiden – die Siegerin dieses Spiels war die neue Staatsmeisterin, gab es ja 30 Siegpunkte. Und viel knapper konnte es nicht mehr ausfallen. 204:202 gewann Tamara, ein Double im 10. Frame gab den Ausschlag für ihren ersten Einzel-Staatsmeistertitel – und damit das Ticket für Serravalle im Oktober! Vorsprung am Ende für Tamara Adler: 55 Punkte. Das Unistahl-Glück an diesem Tag bei den Damen komplettierte Christine Gablek, die sich am Finaltag mit der drittbesten Pinleistung (1578, nur 1 Pin weniger als Adler) den dritten Platz schlussendlich locker erkämpfte, zwischenzeitig sogar Chancen auf Rang 2 gehabt hätte.

STM Damen-Einzel 2015:
1. Tamara Adler, Unistahl: 3.028
2. Ivonne Gross, Unistahl: 2.973
3. Christine Gablek, Unistahl: 2.846

Herren: Tja, wie meint er das „auf großem Fuß“!? Am ehesten mit der Ölung, war sie doch für die Herren an den beiden Finaltagen 45 Fuß …. Leo Grundschober, Cosmos, war über die 25 Spiele an den beiden Tagen der klar beste und kam am ehesten mit den Konditionen zurecht. Hans Had, Strike & Spare, hatte am Samstag in den ersten 12 Spielen des Semifinales mit 2632 die Nase 2 Pins vor Leo G., auch nach den weiteren 4 Spielen der Top-24-Spieler war er nur 19 Pins hinten und auf Rang 2, gefolgt mit doch deutlichem Abstand von Marco Pilecky, Unistahl. Das finale Round Robin der Top-9-Spieler mit 50 % Pinmitnahme (wie bei den Damen) war dann für Leo Grundschober eher die leichtere Übung, denn abgesehen von einem Hänger in Spiel 5 konnte er auf seine Verfolger vertrauen, die sich gegenseitig matchten und ihm nicht zu nahe kamen. Am Ende war er lockerer Staatsmeister 2015, mit 185 Punkten Vorsprung auf Michael Loos, Unistahl, der sein gefühlvolles Handerl vor allem in Spiel 6 mit 300 wieder einmal bewies. Er konnte im letzten Spiel den zweiten Cosmos-Spieler am Treppchen, Martin Pfeifer, um 11 Punkte abhängen und auf Platz 3 verweisen.

STM Einzel Herren 2015:
1. Leo Grundschober, Cosmos: 3.900
2. Michael Loos, Unistahl: 3.715
3. Martin Pfeifer, Cosmos: 3.704

Die Fotos der Helden der Plus
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