Kaum ist der Silvesterrausch ausgeschlafen, geht’s schon wieder mit den ersten Bowling-Entscheidungen des neuen Jahres los: In Linz wird im 3-Königs-Turnier um Ruhm und Ehre gespielt, in Helsinki startet das Ballmaster Open, und in Wien startet der LVWB mit der Wiener Meisterschaft Doppel ins neue Jahr.
Früher – also kurz nach dem Abzug der 4 im Jeep – wurde dieser Bewerb immer am 8. Dezember ausgespielt. Jetzt also die erste Wiener Entscheidung im neuen Jahr.
26 Herren-Doppel und 16-Damen-Doppel waren für das Finale qualifiziert, die Ranglistenbewerbe waren die Basis. Neu war diesmal, dass nicht nach dem ETBF-Modus bei Europameisterschaften – immer der Höchstgereihte gegen den Niedrigstgereihten – gespielt wurde, sondern nach dem bei Tennis-Turnieren bekannten Raster. Ja, ok, was es bringen soll, weiß keiner, aber bitte. Es gibt ja auch ein Nachbarland mit dem Spruch „Mia san mia“….
Player of the day war sicherlich Martin Liftenegger, Tyrolia, der mit seiner 1 Tag alten Brunswick Quantum Fire Pearl (hier auf youtube, einem dieser neumodischen Medien: https://www.youtube.com/watch?v=n_vQj6AxNwo) – drilled by TT – im Semifinale mit seinem Partner Martin Pfeifer gegen Alex Rauscher / Benji Hochstöger, KSV Wr. Netze / Unistahl ein perfektes Spiel auf die Bahnen zauberte. Und da dieses SF über 3 Spiele ging, konnte er seine Bilanz auf schöne 791 / 900 aufpolieren. Glückwunsch!
Starten wir gleich mit dem Semifinale:
Damen: Ivonne Gross / Ingrid Lilg, KSV Wr. Netze / Unistahl vs Brigitte Schleinzer / Nida Schlosser, Funk – nach dem ersten Spiel mit 403:329 eine klare Sache für Gross / Lilg, das zweite Spiel war dann schon knapp – 397:375, aber mit 2:0 die beiden Unistahlerinnen locker im Finale. Sie hatten auch in den Runden 1 und 2 nur jeweils 2 Spiele benötigt, um aufzusteigen, ganz zu Beginn gleich gegen die Clubkolleginnen Michaela Weingartner / Jaqueline Klug. Im zweiten Semifinale ein Stallduell bei Etoile – Eveline Baylosis / Karin Krist vs Erlinda Czermak / Nina Weiss. Erstes Spiel klar mit 420:375 an Weiss / Czermak, zweites Spiel mit 349:328 an Krist / Baylosis. Daher Entscheidungsspiel – und man soll es nicht glauben, aber wieder machte ein Sparefehler es im 11. Frame spannend. Weiss spielte 189 mit 3 Strikes im 10. Frame, Czermak 194; Baylosis 191, Krist nach Spare im 9. Frame ein Strike im 10. Frame und dann – wieder einmal der böse, böse 10er. Krist daneben und in Summe 192 – somit wie die Gegner 383 im Doppel, somit Roll-off, jede Spielerin ein Anwurf – und hier Baylosis 9, Krist X, Czermak X und Weiss 8, somit Baylosis / Krist im Finale gegen Gross / Lilg. Und es wurde – wie auch bei den Herren – ein spannendes Derby – das erste Spiel sicherten sich Baylosis / Krist mit 394:387 knapp, aber dank der geringeren Sparefehlerzahl. Das zweite Spiel war dann – wieder einmal – eines der Ivonne Gross: 246 und insgesamt 430:386, also Entscheidungsspiel – und auch hier waren Gross´ Doubles in den Frames 2 / 3 und 5 / 6 spielentscheidend – Krist hielt in den ersten 4 Frames mit 4 in a row prächtig mit, allerdings zerstörten zwei ausgelassene Einzelne die Titelchancen nachhaltig. Endstand 2:1 für Gross / Lilg.
Endstand Wr. Meisterschaft Doppel Damen:
Gold: Ivonne Gross / Ingrid Lilg, KSV Wr. Netze / Unistahl
Silber: Eveline Baylosis / Karin Krist, Etoile
Bronze: Erlinda Czermak / Nina Weiss, Etoile; Birgit Schleinzer / Nida Schlosser, Funk
Bei den Herren gab es im Semifinale das große Highlight: Martin Pfeifer / Martin Liftenegger, Tyrolia, vs Benji Hochstöger / Alex Rauscher, KSV Wr. Netze / Unistahl. Spiel 1 klare Sache für Pfeifer / Liftenegger mit 476:406, zweites Spiel spielten sie noch mehr: 486 – mit 300 von Martin L.! Aber zu wenig für die bösen Unistahl-Buben, die auf 504 kamen und somit ein drittes Spiel erzwangen. Dieses ging dann nach ausgeglichenen ersten 5 Frames mit 482:406 klar an Hochstöger / Rauscher. Wer würde der Gegner sein: Georg & Christian Pittesser, Stadlau, die in Rangliste B gespielt hatten und insgesamt die Besten gewesen waren – oder ihre Clubkollegen Andreas Leb / Philipp Steinbach? Es war eine Entscheidung in 2 Spielen für Leb / Steinbach, die zuvor schon starke Leistungen gezeigt hatten, u.a. im Viertelfinale gegen Hrabec / Opitz mit 505 und 475. Im Semifinale schraubten sie ein wenig zurück, aber gewannen dennoch sicher 455:348 und 415:377 gegen die Pittessers. Finale also Leb / Steinbach gegen Hochstöger / Rauscher – spannend, wer nach x Runden Finale noch die Konzentration hatte, Strikes in Serie zu spielen, denn mit Spares alleine war der Titel wohl kaum zu gewinnen. Das erste Spiel verhalten, keine Highlights – 384:361 für Hochstöger / Rauscher. Das zweite Spiel versprach dann schon mehr Zund – Leb mit Doubles in Frames 2 / 3 und 5 / 6, Steinbach ein Double in 3 / 4, aber Rückschlag mit einem Split in Frame 5. Dennoch eine Führung mit rund 20 Pins zur Halbzeit des 2. Spiels; aber die Frames 6 bis 8 gehörten dann Hochstöger / Rauscher mit jeweils 3 Strikes, somit eine komfortable Führung vor dem finalen Frame, auch wenn Leb in 8 / 9 wieder ein Double gelang. Nachdem Hochstöger mit 3 Strikes sein Spiel mit 222 abgeschlossen hatte, war alles klar – Rauscher legte noch ein fünftes Strike in Serie hin und beendete mit 234, gesamt 456:400 und 2:0 für den Titel!
Endstand Wr. Meisterschaft Doppel Herren:
Gold: Benji Hochstöger / Alex Rauscher, KSV Wr. Netze / Unistahl
Silber: Philipp Steinbach / Andreas Leb, Stadlau
Bronze: Georg & Christian Pittesser, Stadlau; Martin Pfeifer / Martin Liftenegger, Tyrolia
Alle Ergebnisse: https://bowling-wien.at/wp/wp-content/uploads/2017/01/Wr.-Meisterschaft-Doppel.pdf















