Es war in den Herren-Ligen die erwartet enge Kiste – eine perfekte letzte Runde, die den Spielern alles abverlangte und den Zuschauern viel bot – ein Frühschoppen vom Feinsten!
In der Wiener Liga Herren ging das Spitzenduell zwischen den beiden punktegleich voran liegenden Teams Unistahl 1 und Cosmos weiter, bis zum 7. und allerletzten Spiel. Unistahl 1 gewann die ersten vier Spiele, verlor dann das Spiel 5 gegen Unistahl 3 586:695, wahrte aber mit einem Sieg im 6. Spiel gegen Etoile die Titelchance, denn Cosmos – bis dahin mit 6 Siegen – musste in jedem Fall gewinnen, da die gespielten Pins deutlich zugunsten von Unistahl 1 waren. Und es begann recht verhalten, ehe eine Vorentscheidung im 3. Frame erfolgte: Cosmos hatte zwei offene Frames durch Roman Fürbacher und Leo Grundschober, während Unistahl abgesehen von einem Split von Michael Loos im 2. Frame fehlerlos blieb. Ian Robinson als zweiter Mann begann mit 6 Strikes in Serie und legte damit den Grundstein für den Ausbau der Führung. Michael Loos startete seine Serie ab Mitte des Spiels, und beide beendeten mit je 247 das Spiel, das ab dem 8. Frame bei einem Vorsprung von rund 80 Pins (steigend) entschieden schien, sorgte doch auch Thomas Gross als Schlussmann mit 227 für den nötigen Rückhalt. Am Ende 721:579, und Unistahl 1 bei Punktegleichheit mit Cosmos aufgrund der um rund 600 Pins besseren Pinzahl Wiener Meister. Unistahl 3 nutzte die Gunst der Stunde, spielte mit 4559 das dritthöchste Score, holte aber – was ja wichtiger ist – 12 von 14 Punkten und konnte damit Etoile (nach 5 Runden Dritter mit 38 Punkten vor Unistahl 3 mit 36), die diesmal nur auf 4 Punkte kamen, überholen und sich Bronze sichern. Am Tabellenende änderte sich nichts mehr: Casino und Future BTA, nach 5 Runden 7. und 8., konnten sich nicht mehr verbessern (bei Future hätte nur mehr eine perfekte Runde mit gleichzeitig 0 Punkten von Stadlau geholfen, Casino hätte eine perfekte Runde gebraucht, um Stadlau zu überholen) und steigen in die 1. Klasse ab.
Die besten Spieler: Thomas Gross, Unistahl 1 (1627; 255 3. Spiel), Alex Rauscher, Unistahl 3 (1613, 269 7. Spiel), Michael Loos, Unistahl 1 (1599, 255 1. Spiel), Leo Grundschober, Cosmos (1590, 257 5. Spiel), Walter Rieger, Unistahl 3 (1585, 267 1., 278 4. Spiel), Ian Robinson, Unistahl 1 (1582, 269 6. Spiel), Alex Pittesser, Stadlau (1577, 255 4., 299 5. Spiel), Manfred Panzenböck, Unistahl 2 (1559, 255 5. Spiel), Robert Skach, Casino (1539), Roman Fürbacher, Cosmos (1512), Ben Calhoun, Cosmos (1511, 279 6. Spiel), Kurt Weiss, Etoile (1502). Günter Weiss, Etoile, erzielte im 1. Spiel 254.
Die besten Spiele:
1. Spiel Etoile vs Future BTA 722:591
3. Spiel Unistahl 1 vs Stadlau 723:581
4. Spiel Unistahl 1 vs Casino 702:561
5. Spiel Casino vs Unistahl 2 612:730
5. Spiel Stadlau vs Future BTA 709:548
6. Spiel Unistahl 1 vs Etoile 728:567
6. Spiel Unistahl 3 vs Cosmos 616:720
7. Spiel Unistahl 1 vs Cosmos 721:579
In der Wiener Liga Damen waren die Felle (fast) schon verteilt: Unistahl 1 hatte den Wiener Titel mit 18 Punkten Vorsprung bereits vor der letzten Runde im Trockenen. Es ging also um Silber und Bronze; gleiche Ausgangssituation für Tyrolia und Funk 1 – und Tyrolia hatte mit einer perfekten Runde (alle 7 Spiele gewonnen) den längsten Atem. Gold für Unistahl I mit 68 Punkten, Silber für Tyrolia mit 54 Punkten, Bronze für Funk 1 mit 48 Punkten. Unistahl 2 konnte sich mit 11 Punkten in der letzten Runde noch von Rang 6 auf 4 verbessern, 1 Punkt vor Stadlau (40 / 39). Am Tabellenende gab es keine Änderungen mehr: Casino legte eine Nullnummer hin, die aller ungeahndet blieb, da Funk 2 diesen rettenden 7. Platz mit nur 2 Punkten (gesamt 22) bei Weitem nicht erreichen konnte.
Die besten Spielerinnen: Wilma Spitzmüller, Tyrolia (1437, 257 2. Spiel), Tamara Adler, Unistahl 1 (1432), Christine Gablek, Unistahl 1 (1415, 258 2., 257 6. Spiel), Tina Langer, Tyrolia (1400), Petra Fürbacher, Funk 1 (1393), Regina Friess, Black Jack (1384), Carmen Gutsjahr, Unistahl 2 (1356), Jaqueline Witura, Stadlau (1352).
Die besten Spiele:
1. Spiel Funk 2 vs Funk 1 516:640
2. Spiel Tyrolia vs Unistahl 1 698:692
5. Spiel Funk 1 vs Unistahl 2 597:598
6. Stadlau vs Unistahl 1 525:649
7. Spiel Unistahl 2 vs Casino 633:483
Die 1. Klasse der Herren hatte alle Ingredienzien eines Krimis in sich, hatten doch (realistisch) die ersten vier Teams noch Titelchancen, und vier Teams kämpften gegen den Abstieg. Am Ende hatten Black Jack 2 und Etoile 2 die Tickets für den Aufstieg in die Wiener Liga gelöst (50 bzw.. 48 Punkte), 8 bzw. 10 Punkte am letzten Spieltag reichten für Rang 1 und 2. Einen schwarzen Tag erwischte Strike & Spare: Den Aufstieg fast vor Augen, gelangen nur mehr 2 Punkte von 14 in der letzten Runde, damit wurden sie von Platz 1 auf 4 durchgereicht. Denn Tyrolia landete auf Platz 3, zwar punktemäßig gleich mit Strike, 54 Pins entschieden aber zugunsten von Tyrolia. Pegasus-Kobra landete mit gleichfalls 44 Punkten auf Platz 5. Die Freude bei den beiden Aufsteigern wurde dadurch getrübt, dass ihre Clubkollegen von Black Jack 1 und Etoile 3 gleichzeitig den Gang in die 2. Klasse antreten mussten. 2 bzw. 4 Punkte hinter dem rettenden 6. Platz gelegen vor der 6. Runde, waren es am Ende jeweils 10 Punkte, die fehlten.















